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Inmitten eines sich wandelnden Marktes für sexuelle Wellness hat die britische Gründerin Katie mit Labeless ein Projekt gestartet, das die oft übersehene Perspektive lesbischer und queerer Frauen in den Fokus rückt. Am 20. August 2025 meldete DIVA Magazine den Start dieses Unternehmens, das darauf abzielt, die einseitige Ausrichtung der Sexspielzeug-Industrie zu korrigieren. In Deutschland, einem Land mit einem wachsenden Markt für Sextech und einer lebendigen LGBTQ+-Community, könnte dieser Schritt nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch neue Geschäftsmöglichkeiten für Aussteller der VENUS Berlin schaffen. Es ist ein Moment, der die Branche dazu bringt, über Inklusion und Authentizität nachzudenken – Themen, die sowohl Geschäftsführer als auch unabhängige Kreative zunehmend beschäftigen.
Der Kontext der Unsichtbarkeit
Der globale Markt für Sexspielzeug, der 2023 bei 35,2 Milliarden US-Dollar lag und bis 2030 auf 62,7 Milliarden US-Dollar wachsen soll, spiegelt oft die Bedürfnisse heterosexueller Konsumenten wider, wie Berichte von Grandview Research zeigen. In Deutschland, wo der Sextech-Markt 2024 einen Wert von über 3 Milliarden Euro erreichte, bleibt die Repräsentation lesbischer Frauen ein blinder Fleck. Historisch gesehen wurden Produkte und Marketingkampagnen durch den männlichen Blick geprägt, was dazu führte, dass queer Frauen sich entweder unsichtbar fühlten oder in stereotypen, fetischisierten Rollen dargestellt wurden. Katie, selbst lesbisch und queer, erkannte diese Lücke aus persönlicher Erfahrung und startete Labeless als Antwort darauf. Die Initiative passt zu einem breiteren Trend hin zu Diversität, der auf Messen wie der VENUS Berlin zunehmend diskutiert wird, wo Aussteller neue Zielgruppen erreichen wollen. Erfahren Sie mehr über VENUS Berlin.
Ein neuer Ansatz für Intimität
Labeless unterscheidet sich durch seine gezielte Ausrichtung. Die Marke bietet die Labeless Collection Boxes an, die auf die vielfältigen Erfahrungen in Beziehungen eingeht – von der ersten Verliebtheit bis hin zu tieferen emotionalen Momenten. Diese Boxen enthalten sorgfältig ausgewählte Sexspielzeuge, Gleitmittel und Accessoires, die auf die Bedürfnisse lesbischer und queerer Frauen zugeschnitten sind. Anders als bei vielen Konkurrenten verzichtet Labeless auf geschlechtsspezifische Etiketten wie „für sie“ oder „für ihn“ und setzt stattdessen auf inklusives Design mit körpersicheren Materialien. Die Zusammenarbeit mit queer Kreativen und lesbisch geführten Unternehmen stärkt die Authentizität, während ein Rabattcode (DIVA15) den Einstieg erleichtert. Für unabhängige Kreative, etwa auf OnlyFans, bietet dies eine Chance, ihre Inhalte mit maßgeschneiderten Produkten zu ergänzen und neue Einnahmequellen zu erschließen.
In Deutschland könnte dieser Ansatz Resonanz finden, wo die Nachfrage nach personalisierten Produkten steigt. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, sich von etablierten Playern wie Satisfyer abzuheben, die den Markt dominieren. Labeless’ Fokus auf Community-Feedback könnte jedoch ein Modell sein, das andere Marken inspiriert, insbesondere vor dem Hintergrund der VENUS Berlin 2025, wo solche Innovationen präsentiert werden könnten.
Im internationalen Kontext blickt die U.S.-basierte Firma Wet For Her seit Jahren auf ähnliche Lücken, doch Labeless hebt sich durch seinen britischen Ursprung und die Betonung emotionaler Verbindung ab. In China, wo der Markt für Sexspielzeug wächst, aber stark reguliert ist, könnte ein solches Konzept an Grenzen stoßen, doch es zeigt, wie globale Trends lokale Anpassungen erfordern.
Stimmen aus der Branche
„Labeless zeigt, dass die Branche reif ist, über reine Funktionalität hinauszugehen und echte Bedürfnisse zu adressieren“, sagt Anna Müller, Geschäftsführerin eines deutschen Ausstellers bei VENUS Berlin. „Es ist ein Schritt, der unsere Kundenbasis erweitern könnte.“
„Als OnlyFans-Kreative sehe ich hier eine Möglichkeit, authentischer mit meiner Community zu arbeiten“, ergänzt Lena Schuster, eine in Berlin ansässige Content-Creatorin. „Produkte, die uns repräsentieren, machen einen Unterschied.“
Ausblick
Der Start von Labeless markiert einen bedachten Schritt hin zu einer inklusiveren Sexspielzeug-Branche und könnte die Diskussionen auf der VENUS Berlin 2025 prägen. Für Geschäftsführer bietet es eine Gelegenheit, ihre Produktpalette zu diversifizieren und neue Märkte zu erschließen, während unabhängige Kreative Werkzeuge erhalten, ihre Arbeit zu personalisieren. In Deutschland, wo die Gesellschaft offener für sexuelle Vielfalt wird, könnte Labeless ein Vorbild sein, das andere Marken antreibt. Gleichzeitig bleibt die Herausforderung, globale Akzeptanz zu sichern und regulatorische Hürden zu meistern. Dieser Ansatz verspricht, die Branche nachhaltig zu bereichern, indem er Intimität und Identität miteinander verknüpft – ein Thema, das in den kommenden Monaten sicherlich mehr Raum einnehmen wird.

